Longing for Isfahan

Sehensucht nach Isfahan

Über Weihnachten besuche ich meinen Vater in meiner Geburtsstadt Isfahan. Nach 35 Jahren sehe ich meinen Vater zum zweiten Mal und deshalb wollte ich so viel wie möglich die Zeit mit ihm verbringen. Wenn noch Zeit übrig blieb, dann nahm ich meine Fotokamera um Ziellos die Straßen, alte Gassen und wunderschöne Plätze in Isfahan zu erkunden. Auf der Suche, um vielleicht die Seele dieser Stadt zu berühren..
Isfahan ist eine kontrastreiche Stadt mit sehr viele Geheimnisse. Langsam verstehe ich das persische Sprichwort : „Isfahan ist die Hälfte der Welt“ (persisch اصفهان نصف جهان Esfahān nesf-e ǧahān).

Mich hat diesmal das traditionelle Alte Isfahan interessiert. Denn ich fühle mich sehr viel verbundener mit dem alten Isfahan als die neue Moderne. Auf meiner Suche traf ich viele liebevolle und Gast freundliche Menschen auch Menschen mit Geheimnissen. Wie der freundlicher alter Mann, der mir das Geheimnis im Keller verriet (siehe Bilder).
Nach einige Zeit merkte ich, dass nicht ich bin der die Seele von Isfahan berührt, sondern genau umgekehrt.
Nirgends war ich Gott so nah wie in Isfahan.
So wie der bekanntesten persischen Dichter Hafiz schreibt:
“Schreiend Durch die Straßen zu rennen, Steine in die Fenster zu werfen, Mit meinem eigenen Schädel Mächtige Glocken zum Läuten zu bringen, Mir die Haare auszureißen, Mir die Kleider vom Leib zu reißen, All meinen Besitz in ein Bündel zu packen und es anzuzünden- Was kann Hafez heute Nacht sonst noch anstellen, Um die Tollheit, die Freude Zu feien, Gott Überall ZU sehen!”

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